Hier erfahren Sie mehr über die notwendigen Rahmenbedingungen und Schritte zur Anbindung einer landeseigenen Bezahlplattform an PD Payment über die Standardschnittstelle xBezahldienste.

Eine solche Anbindung wird fällig, wenn bspw. die Zahlungsabwicklung für einen EfA-Online-Dienst umgesetzt werden soll.

Die folgenden Informationen richten sich an Länder, die einen EfA-Online-Dienst nachnutzen und die Zahlungsabwicklung über ihre eigene Bezahlplattform abwickeln wollen. Beschrieben werden die technischen Voraussetzungen und notwendige Angaben des Landes.

Info zuAngabe
AddressatNachnutzendes Land bzw. der Betreiber seiner Bezahlplattform 
InformationsstandSeptember 2026 · Version 2.0 · Quelle: Payment-Team 
GegenstandAnbindung der landeseigenen Bezahlplattform an PD Payment über 
xBezahldienste 
Nicht Gegenstand Die Anbindung der Online-Dienste an PD Payment – diese ist bereits 
umgesetzt und erfordert vom Land keine Aktivität 

Kurzfassung

Die Online-Dienste Dataports sind in der Regel bereits an PD Payment angebunden. Zu klären ist ausschließlich die Strecke von PD Payment zu Ihrer Bezahlplattform. Die Anbindung erfolgt über die standardisierte Schnittstelle xBezahldienste in Version 1.0 oder 1.1. Voraussetzung 
ist, dass Ihre Plattform xBezahldienste unterstützt.

1. Ausgangslage

PD Payment ist der zentrale Konnektor für die Zahlungsabwicklung im OSI-Umfeld. Die OnlineDienste sprechen ausschließlich PD Payment an – sie kennen Ihre Bezahlplattform nicht und müssen sie nicht kennen. 

Für das Land bedeutet das: Es ist keine Integrationsarbeit an den Online-Diensten erforderlich. 
Der Aufwand liegt vollständig auf der Strecke PD Payment ↔ Bezahlplattform. 

2. Anbindung über xBezahldienste

Die Anbindung erfolgt ausschließlich über die standardisierte Schnittstelle xBezahldienste. PD Payment unterstützt die Versionen 1.0 und 1.1; beide sind gleichermaßen möglich.

MerkmalAngabe
SchnittstellexBezahldienste
Versionen1.0 und 1.1  –  beide unterstützt
VoraussetzungIhre Bezahlplattform muss xBezahldienste 1.0 oder 1.1 sprechen 

Es gibt genau einen Weg – xBezahldienste. Ob Ihre Plattform in Version 1.0 oder 1.1 anbindet, ist im Zuge der Abstimmung festzulegen.

3. Prüfung einer Plattformanbindung

  • Das mitnutzende Land liefert die Schnittstellendokumentation der Plattform und einen Testzugang. 
  • Das mitnuzende Land benennt die unterstützte xBezahldienste-Version (1.0 oder 1.1). 
  • Das Payment-Team prüft die Kompatibilität und meldet zurück, ob und mit welchem Aufwand die Anbindung möglich ist.
  • Erst nach dieser Rückmeldung ist eine belastbare Rollout- und Terminplanung möglich – bitte vorher keinen Go-Live-Termin zusagen.

4. Prüfung einer Plattformanbindung

Bei xBezahldienste wird für die Rückleitung nach der Zahlung eine einzige URL verwendet: die redirectUrl. Alle Ausgänge der Zahlung – Erfolg, Abbruch, Fehler – führen auf dieselbe Adresse.

FeldAngabe
Benötigte URLredirectUrl (eine)
Je Umgebunggetrennt für Test und Produktion

Da alle Ausgänge auf dieselbe URL führen, ist am aufgerufenen URL nicht erkennbar, ob eine Zahlung erfolgreich, abgebrochen oder fehlgeschlagen ist. Das muss aus dem Zahlungsstatus ermittelt werden.

5. Checkliste: Was muss das Land liefern?

Plattform
black square button  Plattform und Version benannt (z. B. ePayBL 4, pmPayment, sonstige) 
black square button Unterstützte xBezahldienste-Version benannt (1.0 oder 1.1) 
black square button Betreiber der Bezahlplattform benannt, technischer Ansprechpartner (Name, Mail, Telefon)
black square button Schnittstellendokumentation und Testzugang bereitgestellt 
Konfiguration
black square button Mandant / Behördenkennung auf der Bezahlplattform geklärt
black square button Provider-Zuordnung für die zentrale Verwaltung in PD Payment abgestimmt 
black square button Angebotene Zahlarten festgelegt 
black square button redirectUrl bereitgestellt – getrennt für Test und Produktion
Sicherheit & Netz
black square button Zertifikate für die Kommunikation mit der Bezahlplattform bereitgestellt – Test und 
Produktion getrennt 
black square button Ablaufdaten der Zertifikate dokumentiert, Erneuerungsprozess benannt
black square button Netzwerkfreigaben / Firewall beidseitig beantragt (PD Payment ↔ Bezahlplattform) 
black square button Endpunkte der Bezahlplattform für Test und Produktion übermittelt 


Erfahrungswert

Zertifikate und Netzwerkfreigaben sind der häufigste Verzögerungsgrund. Beides sollte im Land als Erstes angestoßen werden, noch bevor die technische Abstimmung im Detail läuft.

6. Statusrückmeldung an Fachverfahren

PD Payment kann den Zahlungsstatus per Callback bzw. Webhook an angebundene Fachverfahren oder Drittsysteme melden. Relevant für das Land, sofern Fachverfahren oder Drittsysteme auf Landesseite den Zahlungsstatus benötigen. In diesem Fall ist ein erreichbarer Endpunkt bereitzustellen, der die Meldungen idempotent verarbeitet.

7. Was PD Payment mitbringt

FunktionBedeutung für das Land
Zentrale Mandanten- und Providerverwaltung Die Zuordnung Mandant → Bezahlplattform wird zentral gepflegt. Das Land muss dies nicht selbst aufbauen; Änderungen laufen über das Payment-Team. 
Zentrales Zertifikatsmanagement Die Zertifikate der Strecke werden zentral verwaltet. 
Flexible redirectUrl Die redirectUrl ist je Mandant konfigurierbar – getrennt für Test und Produktion. 

Haben Sie weitere Fragen zur Anbindung Ihrer Bezahlplattform?

Das Payment-Team von Dataport hilft Ihnen gerne weiter: dataportepayment@dataport.de